Liebe Leser*innen,
Zum Mandat der SMRI gehört auch die Menschenrechtsbildung. Das steht so in unserer gesetzlichen Grundlage. Doch es ist gar nicht so einfach zu wissen, wo in der Menschenrechtsbildung die grössten Lücken und die wichtigsten Handlungsfelder liegen. Wir haben daher die PH Luzern damit beauftragt, das in einer Studie für uns zu ermitteln. Soeben ist diese publiziert worden.
Die Studie hat ergeben, dass sich in Lehrplänen zwar viele Inhalte finden, die einen engen Bezug haben zu Menschenrechten, dass Menschenrechte aber selten explizit erwähnt werden und als ein eigenes Thema in Erscheinung treten.
Vielleicht ist die Schule auch insofern ein Spiegel der Gesellschaft. Menschenrechte sind zwar präsent aber kaum sichtbar. Dadurch entsteht das Risiko, dass die Gesellschaft unterschätzt, wie wichtig sie sind und wie sehr sie fehlen würden, wenn sie abhandenkämen.
Es ist daher wichtig, sie immer wieder explizit zu benennen und ihren Wert zu vermitteln. Mit der Studie der PH Luzern hat die SMRI jetzt eine Grundlage, ihre Verantwortung für die Menschenrechtsbildung in Zukunft übernehmen zu können. Die Lücken sind identifiziert. Nun steht die nächste Herausforderung an: die Ressourcen aufzutreiben, um diese Lücken Schritt für Schritt füllen zu können.
Wie Verantwortung für die Menschenrechte übernommen werden kann, war das Thema der Jahrestagung der SMRI, die im Juni in Biel stattfand. Die beiden Panelist*innen des Abschlusspodiums erklären im Interview, was es aus ihrer Sicht bedeutet, Verantwortung für die Menschenrechte einzufordern.